Podcast transkribieren: Workflow für Shownotes, Text-Artikel und mehrere Sprachen

Podcast transkribieren: Workflow für Shownotes, Text-Artikel und mehrere Sprachen

Eine einstündige Podcast-Folge lässt sich bei Subanana in der Regel innerhalb weniger Minuten als Transkript ausgeben, mit Absätzen, Zeichensetzung und einem Label pro Sprecher. Der Teil, der sonst am meisten Zeit frisst, nämlich Wort für Wort mitzuschreiben, wer was gesagt hat, fällt damit weg.

Ein Transkript ist bei einem Podcast selten Selbstzweck. Es wird zu Shownotes verarbeitet, zu einem begleitenden Artikel für die Episode, oder als barrierefreie Textversion neben der Audiodatei angeboten. Dieser Artikel zeigt den Weg von der Audiodatei zum fertigen, nutzbaren Text — inklusive der Frage, was mit einer Folge passiert, die nur als YouTube-Video oder nur auf Spotify existiert.

Woher die Audiodatei kommt

Der Ausgangspunkt hängt davon ab, wo die Folge liegt.

Liegt die Rohaufnahme lokal vor (WAV, MP3, M4A aus der Aufnahmesoftware), lädst du die Datei direkt hoch. Video- und Audioformate werden gleichermaßen akzeptiert, bis zu 30 GB bzw. 8 Stunden pro Datei — das deckt auch ein mehrstündiges Interview-Format ab.

Läuft die Folge als Video auf YouTube, muss die Datei nicht erst heruntergeladen werden: Der öffentliche YouTube-Link wird direkt eingefügt, Subanana holt sich Audio und Video selbst.

Liegt die Folge nur auf Spotify, Apple Podcasts oder einem anderen reinen Audio-Streaming-Dienst, gibt es keinen direkten Link-Import — der URL-Import deckt YouTube, Instagram und Facebook ab, keine Podcast-Plattformen. Der Umweg: die Episode als Datei exportieren oder herunterladen (die meisten Podcast-Hosting-Tools bieten das für die eigenen Folgen an) und dann wie eine normale Audiodatei hochladen.

Transkript statt Untertitel: der richtige Modus

Für eine Podcast-Folge ist der Modus Transkript die richtige Wahl, nicht Untertitel. Der Unterschied: Untertitel sind bewusst ohne Satzzeichen und in kurze, zeitgebundene Häppchen segmentiert, wie man es aus Videoplattformen kennt. Ein Transkript dagegen bekommt automatische Zeichensetzung und Absatzformatierung — diese Einstellung ist im Transkript- und Meeting-Modus fest eingeschaltet und lässt sich nicht deaktivieren, was für Lesetext (Shownotes, ein Artikel aus der Folge) genau das richtige Ergebnis liefert.

Dazu kommt die Sprechertrennung: Bei einem Interview-Podcast mit zwei oder mehr Stimmen bekommt jede Aussage ein Sprecherlabel, wahlweise automatisch erkannt oder mit fester Sprecheranzahl vorgegeben.

Vom Podcast zum Transkript in vier Schritten

Namen und Fachbegriffe vorab festlegen

Ein wiederkehrender Gastname, ein Produktname oder eine Branchenabkürzung, die in jeder Folge fällt, gehört in die Wortliste. Begriffe lassen sich einzeln eintragen, als Liste einfügen oder per XLSX/CSV-Import auf einen Schlag hochladen — eine Workspace-Liste gilt dann für jede künftige Folge, ohne den Namen jedes Mal neu zu korrigieren. Für einen Podcast mit wiederkehrenden Gästen oder einer festen Fachterminologie ist das der Unterschied zwischen einem Transkript, das nachbearbeitet werden muss, und einem, das direkt brauchbar ist.

Export: welches Format für welchen Zweck

Aus dem fertigen Projekt lässt sich in sechs Formaten exportieren: SRT, VTT, TXT, DOCX (Word), XLSX (Excel) und Markdown, zusätzlich als ZIP-Bundle mit allen sechs auf einmal.

Für die üblichen Podcast-Anwendungsfälle:

  • Shownotes und ein begleitender Blogartikel → DOCX oder Markdown, direkt weiterverarbeitbar in einem Textverarbeitungsprogramm oder CMS.
  • Eine durchsuchbare Textversion neben der Audiodatei (Barrierefreiheit, SEO für die Episodenseite) → TXT oder Markdown.
  • Ein Podcast mit Videoversion, der auch Untertitel braucht → dafür SRT oder VTT aus derselben Export-Auswahl nehmen, statt die zeichensetzungsfreien Untertitel-Cues als Lesetext zu verwenden.

Eine Folge übersetzen

Ist die Folge auf Englisch und soll als deutsches Transkript vorliegen (oder umgekehrt), lässt sich beim Transkript-Modus neben der Quellsprache ein einzelnes Übersetzungsziel wählen. Für eine Folge, die parallel auf mehreren Sprachmärkten als Text erscheinen soll, bedeutet das: pro Zielsprache ein eigener Übersetzungsdurchlauf, nicht mehrere Sprachen aus einem Job.

Häufige Fragen

Kann ChatGPT Audio transkribieren? Die ChatGPT-App nimmt Sprachnachrichten entgegen und verarbeitet sie im Hintergrund über ein Spracherkennungsmodell, das für kurze Voice-Prompts ausgelegt ist. Für eine ganze Podcast-Folge ist das ein anderer Anwendungsfall als ein dediziertes Transkriptions-Tool: Letzteres ist speziell auf durchsuchbare, mit Sprecherlabels versehene Transkripte mit Exportoptionen wie SRT, VTT oder DOCX ausgerichtet, und eine einstündige Datei passt eher in einen Upload-Workflow als in einen Chat-Verlauf.

Wie kann ich Podcasts mit KI übersetzen? Im Transkript-Modus wählst du neben der Ausgangssprache eine Zielsprache; aus einer Folge entsteht so ein übersetztes Transkript. Pro Durchlauf ist im Transkript-Modus eine Zielsprache vorgesehen — für mehrere Zielsprachen braucht es entsprechend mehrere Durchläufe.

Wie kann ich ein Podcast-Transkript herunterladen? Nach der Transkription steht der Export in sechs Formaten bereit — SRT, VTT, TXT, DOCX, XLSX, Markdown — einzeln oder als ZIP mit allen sechs.

Wie kann ich Spotify-Podcasts transkribieren? Für Spotify gibt es keinen direkten Link-Import; der URL-Import funktioniert für öffentliche YouTube-, Instagram- und Facebook-Links. Der Weg für eine reine Spotify-Folge: die Audiodatei exportieren oder herunterladen (viele Podcast-Hosting-Anbieter bieten das für die eigenen Folgen an) und als Datei hochladen statt per Link.

Fazit

Der Weg von einer aufgenommenen Folge zu einem nutzbaren Transkript läuft über drei Entscheidungen: woher die Datei kommt (Upload oder YouTube-Link), welcher Modus (Transkript statt Untertitel, wegen Zeichensetzung und Absätzen) und welches Exportformat für den jeweiligen Zweck. Wiederkehrende Namen vorab in die Wortliste einzutragen spart bei einer laufenden Show mehr Zeit als jeder einzelne Bearbeitungsschritt danach. Wer das an der eigenen Audiodatei ausprobieren will: Subananas KI-Transkriptions-Tool nimmt Upload und YouTube-Link gleichermaßen an.

Für Interviews innerhalb einer Folge mit Einwilligungsfragen (Gäste, die aufgezeichnet werden) siehe DSGVO-konform transkribieren. Wer stattdessen einzelne Interview-Aufnahmen statt ganzer Podcast-Folgen transkribiert, findet die ausführliche Anleitung dazu in Podcasts und Interviews präzise transkribieren.

Schluss mit dem Abtippen.

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