Untertitelung ist der Vorgang, gesprochene Inhalte eines Videos als Text einzublenden. Das Ergebnis — die Untertitel — läuft zeitsynchron zum Bild mit, entweder fest eingebrannt oder als separate Datei, die sich zuschalten lässt.
Der Begriff deckt zwei Anwendungsfälle ab, die oft vermischt werden:
- Untertitel zum Mitlesen (auch für fremdsprachige Inhalte): Sie geben das Gesprochene wieder, häufig übersetzt.
- Barrierefreie Untertitel für gehörlose und schwerhörige Zuschauer: Sie enthalten zusätzlich Sprecherwechsel und relevante Geräusche, weil der Ton nicht als Informationsquelle zur Verfügung steht.
Untertitelung im Überblick

Was bedeutet Untertitelung genau?
Sprachlich ist Untertitelung der Vorgang und Untertitel das Ergebnis. In der Praxis werden beide Begriffe synonym verwendet.
Wichtig ist die Unterscheidung zur Synchronisation: Bei der Untertitelung bleibt die Originaltonspur erhalten und der Text kommt hinzu. Bei der Synchronisation wird die Tonspur ersetzt.
Technisch entstehen dabei Untertiteldateien in Formaten wie SRT oder VTT — Textdateien, die zu jedem Eintrag einen Zeitstempel und den zugehörigen Text enthalten. Diese Dateien laden Sie zu Ihrem Video hoch oder brennen sie fest ins Bild ein. Wie eine solche Datei aufgebaut ist, zeigt der Beitrag SRT-Datei öffnen.
Automatische vs. manuelle Untertitelung
Manuelle Untertitelung heißt: Jemand hört das Material ab, tippt den Text und setzt die Zeitmarken. Das ist präzise und teuer — und für die meisten Alltagsinhalte längst nicht mehr der Normalfall.
Automatische Untertitelung erzeugt aus dem Ton per Spracherkennung einen zeitcodierten Entwurf. Der entsteht in einem Bruchteil der Zeit und wird anschließend korrigiert. Was dabei Nacharbeit verursacht, ist gut vorhersehbar:
- Eigennamen und Fachbegriffe — Produktnamen, Firmennamen, Abkürzungen.
- Mehrere Sprecher, die durcheinanderreden — hier hilft eine Sprecherzuordnung im Transkript.
- Starke Dialekte, Hintergrundgeräusche, halliger Raum.
- Zeilenumbrüche und Lesegeschwindigkeit — inhaltlich richtige Untertitel können trotzdem zu schnell laufen.
Realistisch ist eine Arbeitsteilung: Die Automatik liefert den Rohentwurf, Sie übernehmen die Korrekturrunde. Das ist deutlich schneller als das Tippen von Null — aber es ist keine Arbeit, die vollständig entfällt.
Was kostet Untertitelung?
Eine pauschale Zahl wäre unseriös, weil die Spanne enorm ist. Sinnvoller ist es, in Kostenmodellen zu denken:
- Professionelle Dienstleister rechnen in der Regel pro Minute Laufzeit ab. Das ist die teuerste Variante — und die richtige, wenn eine geprüfte, rechtssichere Fassung gebraucht wird.
- Software mit Abo oder Guthaben rechnet nach verarbeiteten Minuten. Die laufenden Kosten sind deutlich niedriger, die Korrekturzeit tragen Sie selbst.
- In Plattformen eingebaute Automatik (etwa bei Videoportalen) ist kostenlos, aber in Sprachauswahl, Formatierung und Exportmöglichkeiten eingeschränkt.
Rechnen Sie bei den beiden letzten Varianten die eigene Korrekturzeit mit ein — sie ist der eigentliche Kostenfaktor, nicht der Minutenpreis.
Untertitelung und Barrierefreiheit
Für barrierefreie Untertitel gelten strengere Anforderungen als für reines Mitlesen: Sprecherwechsel müssen erkennbar sein, relevante Geräusche beschrieben werden, und die Lesegeschwindigkeit muss verlässlich eingehalten werden.
Hier eine ehrliche Einordnung: Automatische Untertitelung ist ein guter erster Entwurf, aber kein Ersatz für eine professionelle barrierefreie Fassung. Wenn Sie gesetzliche Vorgaben erfüllen müssen — etwa im öffentlichen Sektor —, gehört am Ende eine fachliche Prüfung dazu. Die Automatik verkürzt den Weg dorthin, sie ersetzt die Prüfung nicht.
Wie Sie Untertitel praktisch erstellen
Mit Subanana läuft der Weg so: Sie laden das Video hoch oder fügen einen Link ein, erhalten einen zeitcodierten Untertitelentwurf, korrigieren im Editor und exportieren als SRT, VTT, TXT, DOCX, XLSX oder Markdown. Untertitel lassen sich in über 95 Sprachen erstellen und zweisprachig ausgeben, wenn Original und Übersetzung gemeinsam laufen sollen.
Für den letzten Schritt kommt es auf Ihr Schnittprogramm oder Ihre Plattform an — dazu gibt es jeweils eigene Anleitungen:
- Untertitel in Premiere Pro · DaVinci Resolve · Final Cut Pro
- CapCut · Canva · InShot
- YouTube-Videos untertiteln · YouTube Shorts · Instagram Reels · TikTok
Häufige Fragen
Was bedeutet Untertitelung?
Untertitelung ist das Erstellen von zeitsynchronem Text zu einem Video oder einer Audioaufnahme. Der Text gibt das Gesprochene wieder und wird im Bild eingeblendet — entweder fest eingebrannt oder als zuschaltbare Datei.
Was ist der Unterschied zwischen Untertitelung und Synchronisation?
Bei der Untertitelung bleibt der Originalton erhalten und der Text kommt ergänzend hinzu. Bei der Synchronisation wird die Originaltonspur durch eine neu eingesprochene Fassung ersetzt.
Wie schalte ich Untertitel ein?
Das hängt von der Plattform ab: Bei Videoportalen und Streamingdiensten gibt es dafür in der Regel eine Schaltfläche im Player (häufig mit „CC“ oder einem Sprechblasensymbol gekennzeichnet). Sind Untertitel fest ins Bild eingebrannt, lassen sie sich nicht abschalten.
Was ist ein Beispiel für einen Untertitel?
Ein Eintrag in einer SRT-Datei besteht aus einer laufenden Nummer, einem Zeitbereich und dem Text — etwa 00:00:04,120 → 00:00:06,480 mit der zugehörigen Zeile. Der Player blendet diesen Text genau in diesem Zeitfenster ein.
Kurz zusammengefasst
Untertitelung reicht vom schnellen Mitlese-Untertitel bis zur geprüften barrierefreien Fassung. Für den Großteil der Inhalte ist der automatische Entwurf mit anschließender Korrekturrunde heute der praktikable Weg. Wo gesetzliche Barrierefreiheit gefordert ist, bleibt die fachliche Prüfung Teil des Prozesses.
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